Im Sommer muss man meist nicht lange überlegen, bevor man in den Garten geht. Im Winter sieht das anders aus. Es wird früh dunkel, es regnet häufiger und an kalten Tagen bleibt man schnell drinnen. Das bedeutet aber nicht, dass der Garten mehrere Monate lang ungenutzt bleiben muss. Mit ein paar Anpassungen können Sie auch im Winter regelmäßig draußen sitzen und sorgen gleichzeitig dafür, dass der Garten bis zum Frühjahr gepflegt bleibt.
Den Garten auf den Winter vorbereiten
Zunächst ist es sinnvoll, den Garten winterfest zu machen. Einige Pflanzen kommen problemlos mit niedrigen Temperaturen zurecht, andere benötigen bei Frost zusätzlichen Schutz. Welche Maßnahmen notwendig sind, hängt also von der jeweiligen Pflanze ab.
Auch Gartenmöbel verdienen Aufmerksamkeit. Möbel, die längere Feuchtigkeit nicht gut vertragen, können im Winter eingelagert oder mit einer geeigneten Abdeckung geschützt werden. Prüfen Sie außerdem, ob Pflanzgefäße und andere Gegenstände im Garten frostbeständig sind.
Auch heruntergefallenes Laub sollte nicht vergessen werden. Etwas Laub zwischen den Pflanzen kann durchaus nützlich sein, auf der Terrasse oder einem Gartenweg kann eine dicke Schicht nasser Blätter jedoch schnell rutschig werden. Am einfachsten ist es deshalb, den Garten bereits im Herbst auf den Winter vorzubereiten.
Mit einer Terrassenüberdachung häufiger draußen sitzen
Regen ist einer der Gründe, warum eine Terrasse im Winter nur selten genutzt wird. Terrassenüberdachungen sorgen zumindest dafür, dass Sie trocken sitzen können. Auch im Herbst und im frühen Frühjahr kann das angenehm sein.
Bei Überdachungen stehen verschiedene Materialien zur Auswahl. Möglich sind zum Beispiel Aluminium oder Holz sowie Dächer aus Glas oder Polycarbonat. Welche Variante gut passt, hängt vor allem vom Haus und davon ab, wie Sie die Terrasse nutzen möchten.
Eine Überdachung hält allerdings nicht automatisch Wind und Kälte fern. Wenn Sie mehr Schutz wünschen, können Sie beispielsweise eine Seitenwand oder Glasschiebewand ergänzen. So lässt sich die Terrasse bei schlechterem Wetter weiter schließen und an wärmeren Tagen wieder öffnen.
Ein Wintergarten als zusätzlicher Raum am Haus
Möchten Sie einen stärker geschlossenen Raum als bei einer Terrassenüberdachung? Dann kann auch ein Wintergarten infrage kommen. Wenn Sie einen Wintergarten kaufen möchten, sollten Sie sich vorher überlegen, wie Sie diesen Raum nutzen wollen.
Ein Wintergarten besteht zu einem großen Teil aus Glas. Dadurch gelangt viel Tageslicht hinein und der Blick in den Garten bleibt erhalten. Je nach Ausführung kann der Raum beispielsweise als zusätzliche Sitzecke oder Essbereich genutzt werden.
Möchten Sie den Wintergarten auch mitten im Winter komfortabel nutzen, werden Dämmung, Verglasung und Heizung wichtiger. Überlegen Sie deshalb zuerst, wofür der Raum gedacht ist, bevor Sie sich für eine bestimmte Ausführung entscheiden.
Beleuchtung und Wärme nicht vergessen
Im Dezember kann es bereits dunkel sein, bevor man am späten Nachmittag nach Hause kommt. Eine gute Beleuchtung macht deshalb einen großen Unterschied, wenn Sie den Garten auch im Winter nutzen möchten.
Dabei muss nicht gleich der gesamte Garten hell beleuchtet werden. Eine Lampe an der Terrasse und Beleuchtung entlang eines Gartenwegs können bereits ausreichen. Für mehr Atmosphäre lassen sich kleinere Lichtquellen zwischen den Pflanzen oder unter einer Überdachung einsetzen.
Wenn Sie im Winter häufiger draußen sitzen möchten, können Sie außerdem über eine Terrassenheizung nachdenken. Infrarotheizungen sind eine Möglichkeit. Achten Sie dabei auf die Leistung und darauf, wo die Heizung angebracht wird. Auf einer völlig offenen Terrasse geht Wärme schneller verloren als in einem geschützten Bereich.
Bei geschlossenen Räumen auf die Belüftung achten
Bei einer weitgehend geschlossenen Terrassenüberdachung oder einem Wintergarten sollte auch die Belüftung berücksichtigt werden. Trifft warme, feuchte Luft auf kalte Oberflächen, kann Kondenswasser entstehen. Das zeigt sich zum Beispiel durch Feuchtigkeit an den Scheiben.
Deshalb ist es praktisch, wenn Fenster, Türen oder andere Öffnungen zum Lüften genutzt werden können. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie geschlossen der Raum ist und wofür Sie ihn nutzen.
Denken Sie darüber am besten schon nach, bevor der Wintergarten oder die Überdachung gebaut wird. Zusätzliche Lüftungsmöglichkeiten nachträglich einzubauen, ist meist aufwendiger. Mit einer guten Vorbereitung können Sie Ihren Außenbereich schließlich über einen größeren Teil des Jahres nutzen – auch wenn es draußen etwas kälter wird.




