Wasser ist wertvoll — und teuer. Wer seinen Garten regelmäßig bewässert, merkt das spätestens auf der Jahresrechnung. Dabei gibt es eine einfache Möglichkeit, die Kosten erheblich zu senken: ein eigener Brunnen im Garten, kombiniert mit einer leistungsstarken Pumpe. Klingt aufwendiger als es ist — und rechnet sich schneller als die meisten denken.
Was kostet Gartenbewässerung mit Leitungswasser eigentlich?
Ein durchschnittlicher Hausgarten mit 200 bis 300 Quadratmetern Rasenfläche benötigt in einem normalen Sommer schnell 20 bis 30 Kubikmeter zusätzliches Wasser. Bei einem Wasserpreis von rund zwei Euro pro Kubikmeter — zuzüglich Abwassergebühren, die in vielen Gemeinden auch fürs Gartenwasser berechnet werden — kommt da einiges zusammen. Mit Grundwasser aus dem eigenen Brunnen fallen diese Kosten größtenteils weg.
Wann lohnt sich ein eigener Brunnen?
Ein Gartenbrunnen lohnt sich vor allem dann, wenn das Grundwasser in der Region hoch genug steht und man regelmäßig größere Flächen bewässert. Schon nach zwei bis drei Sommern haben sich die Anschaffungskosten für Brunnenbohrung und Pumpe in den meisten Fällen amortisiert. Für Gemüsegärten, größere Rasenflächen oder Teiche ist ein eigener Brunnen die klar wirtschaftlichere Lösung.
Die Pumpe: Das Herzstück des Systems
Ohne die richtige Pumpe funktioniert der schönste Brunnen nicht. Wer eine zuverlässige Brunnenpumpe kaufen möchte, sollte auf einige wichtige Eigenschaften achten: die maximale Förderhöhe, den Durchfluss in Litern pro Stunde und die Tiefe, aus der die Pumpe das Wasser hebt. Für flache Hausbrunnen bis etwa acht Meter Tiefe reicht eine Saugpumpe; für tiefere Brunnen braucht man eine Tauchpumpe, die direkt ins Wasser gesetzt wird.
Moderne Brunnenpumpen sind dabei deutlich leiser und sparsamer als ältere Modelle. Viele verfügen über automatische Ein- und Ausschaltfunktionen und lassen sich problemlos in ein bestehendes Bewässerungssystem integrieren.
Installation: Einfacher als gedacht
Wer handwerklich grundlegend begabt ist, kann eine Brunnenpumpe selbst anschließen. Die meisten Geräte werden mit einer verständlichen Anleitung geliefert und sind in wenigen Stunden betriebsbereit. Wichtig ist dabei, auf einen sauberen, stabilen Aufstellort zu achten und die Ansaugleitung luftdicht zu verlegen, damit die Pumpe einwandfrei ansaugt.
Nebeneffekt: Gut fürs Gewissen
Grundwasser ist weiches, kalkärmeres Wasser — Pflanzen mögen es oft lieber als hartes Leitungswasser. Und weil man Ressourcen aus dem eigenen Grundstück nutzt statt aus dem Netz, ist der eigene Brunnen auch eine nachhaltige Entscheidung. Weniger Verbrauch aus dem Versorgungsnetz bedeutet weniger Belastung — gut für den Geldbeutel und für die Umwelt.




