Blutflecken entfernen: so klappt es wirklich

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Blutflecken entfernen: so klappt es wirklich

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Blutflecken lassen sich am besten mit kaltem Wasser entfernen, und zwar so schnell wie möglich nach dem Entstehen. Wärme ist dabei dein größter Feind: Sie lässt das Eiweiß im Blut gerinnen und den Fleck dauerhaft im Stoff einziehen. Mit den richtigen Mitteln und etwas Geduld bekommst du auch ältere Flecken noch heraus.

Warum kaltes Wasser so wichtig ist

Blut besteht zu einem großen Teil aus Eiweiß. Wenn du warmes oder heißes Wasser verwendest, denaturiert dieses Eiweiß, ähnlich wie beim Kochen eines Eis. Der Fleck verbindet sich dann fest mit den Textilfasern und ist kaum noch herauszubekommen. Spüle frische Blutflecken deshalb sofort unter kaltem, fließendem Wasser aus. Oft reicht das allein schon, um den größten Teil des Blutes zu entfernen.

Blutflecken entfernen: die besten Hausmittel

Für frische und ältere Flecken gibt es mehrere bewährte Methoden. Welche du wählst, hängt davon ab, wie alt der Fleck ist und welchen Stoff du reinigen willst.

  • Kaltes Wasser und Spülmittel: Spüle den Fleck unter kaltem Wasser aus, gib dann etwas Geschirrspülmittel darauf und reibe es vorsichtig ein. Kurz einwirken lassen, dann ausspülen.
  • Backpulver-Paste: Mische 2 bis 3 Päckchen Backpulver mit 2 bis 3 Esslöffeln kaltem Wasser zu einer dicken Paste. Trage diese auf den Fleck auf und lass sie 1 bis 2 Stunden einwirken. Anschließend die Paste abnehmen und den Bereich mit kaltem Wasser ausspülen.
  • Salzwasser: Löse einen Teelöffel Salz in einem Glas kaltem Wasser auf. Tauche den betroffenen Bereich ein oder tupfe die Lösung auf den Fleck. Salz hilft dabei, das Blut aus den Fasern zu lösen.
  • Wasserstoffperoxid (3 %): Träufle etwas davon auf den Fleck. Es schäumt, wenn es mit dem Blut reagiert, was bedeutet, dass es wirkt. Nur bei hellen oder weißen Stoffen verwenden, da es bleichende Eigenschaften hat. Danach gut ausspülen.
  • Gallseife: Ein klassisches Hausmittel für hartnäckige Flecken. Die Seife auf den feuchten Fleck reiben, einige Minuten einwirken lassen, dann ausspülen und normal waschen.

Ältere oder eingetrocknete Blutflecken behandeln

Eingetrocknete Blutflecken brauchen mehr Geduld. Weiche den Fleck zunächst für 30 bis 60 Minuten in kaltem Wasser ein. Dadurch löst sich das eingetrocknete Blut wieder etwas. Verwende danach die Backpulver-Paste oder Gallseife und lasse das Mittel deutlich länger einwirken als bei frischen Flecken. Manchmal ist es nötig, den Vorgang zwei- bis dreimal zu wiederholen.

Bei besonders hartnäckigen Flecken kannst du Fleischzartmacher (ungewürztes Pulver) mit kaltem Wasser anrühren und auf den Fleck geben. Die Enzyme im Pulver bauen das Blutprotein ab. Lass es 30 Minuten einwirken, dann ausspülen. Diese Methode funktioniert überraschend gut, ist aber weniger bekannt.

Was du bei verschiedenen Stoffen beachten solltest

Nicht jedes Mittel passt zu jedem Material. Bei empfindlichen Stoffen wie Wolle oder Seide solltest du keine Mittel mit Peroxid oder starker Lauge verwenden. Teste ein Reinigungsmittel im Zweifelsfall immer an einer unauffälligen Stelle, zum Beispiel am Saum oder auf der Innenseite. Baumwolle und Synthetikfasern sind in der Regel robuster und vertragen die meisten der genannten Hausmittel gut.

Polster, Matratzen und Teppiche kannst du nicht in die Waschmaschine stecken. Hier gilt: so wenig Flüssigkeit wie möglich verwenden, um das Nasswerden tief im Material zu vermeiden. Tupfe den Fleck von außen nach innen ab (niemals reiben), trage die Paste oder Lösung auf und tupfe sie nach der Einwirkzeit mit einem sauberen Tuch ab.

Nach der Behandlung: richtig waschen

Wasche das Kleidungsstück nach der Behandlung bei maximal 30 bis 40 Grad, nie heiß. Kontrolliere nach dem Waschen den Fleck, bevor du das Stück in den Trockner gibst oder bügelst. Wärme fixiert eventuelle Reste des Flecks endgültig. Ist der Fleck weg, kannst du wie gewohnt weiter trocknen oder bügeln.

Wenn du schnell handelst, kaltes Wasser verwendest und das richtige Mittel für den Stoff wählst, verschwinden Blutflecken in den meisten Fällen vollständig. Auch ältere Flecken sind mit etwas Geduld und ein bis zwei Behandlungsrunden meistens zu retten.