Fettflecken entfernen geht am besten, bevor der Fleck eingetrocknet ist. Frisches Fett lässt sich mit einem Haushaltstrick in wenigen Minuten lösen. Alter, eingetrockneter Fett ist hartnäckiger, aber mit den richtigen Mitteln trotzdem noch aus Stoff zu bekommen.
Erst Fett aufnehmen, dann behandeln
Reib einen frischen Fettfleck niemals sofort ein. Tupf ihn zuerst mit einem Küchenpapier oder einem sauberen Tuch ab, um so viel Fett wie möglich aufzunehmen, ohne es tiefer in den Stoff zu drücken. Streue danach Kartoffelstärke, Backpulver oder Maisstärke auf den Fleck. Diese Pulver saugen das restliche Fett aus den Fasern. Lass das Pulver mindestens 15 bis 30 Minuten einwirken, dann bürstest oder schüttelst du es ab.
Dieser erste Schritt ist entscheidend. Überspringst du ihn, drückst du das Fett beim Waschen noch tiefer in den Stoff. Dann wird der Fleck fast unmöglich zu entfernen.
Die besten Hausmittel zum Fettflecken entfernen
Nach dem Vorbehandeln mit Stärke brauchst du ein Mittel, das das gelöste Fett aus dem Stoff zieht. Diese Hausmittel funktionieren gut:
- Spülmittel: Ein Tropfen direkt auf den Fleck geben, sanft einmassieren und nach fünf Minuten ausspülen. Spülmittel ist speziell dafür gemacht, Fett zu lösen, und funktioniert deshalb auch auf Stoff sehr gut.
- Essigessenz: Direkt auf den Fleck geben, kurz einwirken lassen und dann normal waschen. Essigessenz ist ein kräftiger Fettlöser und greift die meisten Stoffe nicht an.
- Gallseife: In der Drogerie erhältlich, ist einer der bewährtesten Fleckentferner für fettige Flecken. Einreiben, einwirken lassen, waschen.
- Waschmittel direkt auf den Fleck: Flüssiges Waschmittel unverdünnt auftragen und eine Stunde einwirken lassen, dann waschen.
Eingetrocknete Fettflecken entfernen
Ein alter Fettfleck, der schon gewaschen und getrocknet wurde, sitzt am festesten. Wärme hilft hier: Leg ein Küchenpapier über den Fleck und bügel kurz mit einem warmen Bügeleisen darüber. Das Fett schmilzt an und zieht ins Papier. Wechsle das Papier einige Male, bis nichts mehr herauskommt.
Danach behandelst du den Fleck wie einen frischen. Spülmittel oder Gallseife einmassieren, einwirken lassen, waschen. Bei sehr alten Flecken kann es nötig sein, diesen Vorgang zwei- oder dreimal zu wiederholen.
Was du beim Waschen beachten solltest
Wasch das Kleidungsstück nach der Behandlung so heiß, wie das Pflegeetikett es erlaubt. Höhere Temperaturen helfen, das gelöste Fett endgültig herauszuspülen. Prüf den Fleck vor dem Trocknen: Ist er noch zu sehen, behandle ihn noch einmal. Trockne das Kleidungsstück im Trockner oder auf der Wäscheleine erst, wenn der Fleck wirklich weg ist. Hitze (Trockner) setzt den Fleck sonst dauerhaft fest.
Auf diesen Stoffen musst du vorsichtig sein
Seide, Wolle und empfindliche Synthetikfasern vertragen starke Hausmittel wie Essigessenz schlecht. Teste jedes Mittel zuerst an einer unsichtbaren Stelle, zum Beispiel an einem Saum. Bei „Nur Chemische Reinigung“ auf dem Etikett solltest du Fettflecken nicht selbst behandeln, sondern direkt zur Reinigung bringen.
Bei Polstern, Teppichen oder anderen Textilien, die du nicht waschen kannst, funktioniert die Stärke-Methode genauso. Danach spülst du das Mittel mit einem feuchten Tuch ab, statt zu waschen.
Kurz samengevat: frisches Fett sofort abtupfen und mit Stärke binden, dann mit Spülmittel, Gallseife oder Essigessenz behandeln, und erst trocknen lassen, wenn der Fleck wirklich weg ist. Mit diese Reihenfolge hast du die besten Chancen, deine Kleidung zu retten.




